Thursday, February 01, 2007

Podiumsdiskussion / Panel

-- Kick it like Murat --
Am Mittwoch abend fand erneut eine Podiumsdiskussion unter Beteiligung von Türkiyemspor im Vereinsheim in der Admiralstraße statt. Teilweise waren mehr Teilnehmer anwesend als bei manchen Spielen der 1. Mannschaft im Katzbachstadion. Das Thema Homosexualität, Migrantencommunities und Fußball lockte knapp 70 Interesssierte ins Vereinsheim.

Nachdem eindrucksvollen gut recherchierten und aufklärenden EInleitungsrefereat der Dipl. Psychologin Selma Yücel wurden zwei Kurzfilme vorgeführt ehe es mit der Diskussion des Podiums losgehen konnte. Das Podium war besetzt mit:

Ali Saygili (LSVD),
Hakan Tas (Journalist),

Gilles Duhem (Morus e.V.)
Bilinc Isparta (Pressesprecher Türkiyemspor),
Fatih Aslan ( Spieler Türkiyemspor)
moderiert wurde die Veranstaltung von dem Geschäftsfüher des LSVD Alexander Zinn.

Die Diskussion war fruchtbar, es kam in mehreren Redebeiträgen zur Sprache das türkische und arabische Jugendliche besonders für Ausgrenzung von gleichgeschlechtlich eingestellten Menschen verantwortlich seien. Diese Vorbehalte, die Ausgrenzung auf die ethnische Herkunft reduzieren, konnten nicht gänzlich ausgeräumt werden. Doch hat allein die Tatsache das diese Veranstaltung bei Türkiyemspor stattfand vielleicht einiges auch in den Augen der Podiumsteilnehmer bewirken können.
Weitere Themen waren die Situation von Schwulen Menschen aus der islamischen Community selbst, deren Probleme beim Coming-Out, familiäre Ohnmacht und Hilflosigkeit und die Schwierigkeiten als Schwuler seinen Glauben leben zu können.


Fatih Aslan und Bilinc Isparta betonten, das Türkiyemspor selbst Ausgrenzungserfahrungen hat machen müssen und deshalb zum gemeinsamen Handeln aufruft, da die dahinter stehenden Meachanismen die selben seien. Fatih Aslan dokumentierte dies Eindrucksvoll indem er ein kleines Plakat mit der Aufschrift " Alle amders, alle gleich" präsentierte.

Einig waren sich die Teilnehmer darin, das solche Vernastaltungen fortgesetzt werden müssen um zu einer langfristigen Akzeptanz zu kommen und um neue Bündnispartner zu gewinnen. Türkiyemspor wird diesen Weg fortführen und tritt weiterhin als einer der Kooperationspartner der "respect-gaymes" auf.

Cetin Özaydin, Vorsitzender des Födervereins Türkiyemspor auf die Nachfrage was er als Erfolg dieser Kampagne bewerten würde antworte vieldeutig. " Ein Erfolg wäre, wenn die Plakate der Kampagne nicht nur in der Umkleidekabine der Türkiyemsporspieler selbstverständlich hängen würden, sondern auch bei Vereinen wie z.B. Hertha BSC." Er wies damit noch einmal auf die gesamtgesellschaftliche Problematik des Themas hin und entgegnete auch Andeutungen das ethnische Backgrounds für Ressentiments verantwortlich seien: " Verschiedene Hintergründe sind für schwulenfeindliche Äußerungen verantwortlich, Ressentiments die durch die Familie, das soziale Umfeld, Bildungsdefizite und durch die eigene soziale Stellung gepaart durch eigene Ausgrenzugserfahrungen und Minderwertigkeitsgefühle hervorgerufen werden, aber das einschießen auf bestimmte Ethnien geht am Thema vorbei. Dies kann nur mit gemeinsamer Arbeit und im Versuch die Gruppen zu erreichen gelingen. So haben z.B. erst vor drei Wochen Fans des BFC Dynamo unter Applaus bei einem Hallenturnier, einen namentlich genannten gegnerischen Spieler per Transparent als schwul zu beleidigen versucht."

Mehmet ein 44 jähriger Türkiyemfan ergänzte im Anschluß." Wir sind weiter als viele wahrhaben wollen, ich habe zwar Karten gespielt während der Veranstaltung, aber bei uns am Tisch war schon vor der Veranstaltung klar, das es uns egal ist ob jemand schwul, lesbisch, Türke, Deutscher oder sonstwas ist. Wir leben ja schließlich alle zusammen in Kreuzberg und das ist auch gut so."

In der tageszeitung vom 2.2. ist ein Artikel unter der Überschrift "Kicken für Akzeptanz" erschienen.

-- Panel --
-- Kick it like Murat --


Gectiğimiz çarşamba aksamı Türkiyemspor´un Admiralstr.´deki kulüp lokalinde yine bir panel düzenlendi. Panele katılım sayısı, Katzbach Stadi´ndaki 1. takımımızı izlemeye gelenlerden daha fazlaydı.

Kulüp lokalindeki, yaklaşık 70 kişinin ilgiyle izlediği bu panelin konusu ise homoseksüalite, göcmen cemiyetleri ve futboldu.

Psikolog Selma Yücel´in sunduğu iyi hazırlanmış, aciklayici giriş konusması ve iki kisa filmin gösteriminden sonra panele katılanların acik oturumu başladı.

Panelde su isimler yer aldılar: Ali Saygili (LSVD), Hakan Taş (Gatezeci), Gilles Duhem (Morus e.V.), Bilinc Isparta (Türkiyemspor Basın Sözcüsü) ve Fatih Aslan (Türkiyemspor´lu futbolcu).

Panelin moderasyonunu ise LSVD Yöneticisi Alexander Zinn yaptı.

Tartışma bölümü ise oldukca verimli bir şekilde sürdü. Hemcinslerine ilgi duyan insanlarin dişlanmasının sorumluları arasında özellikle Türk ve Arap genclerinin olduğu tartışmalarda gündeme geldi. Böylesi bir panelin Türkiyemspor´da yapilmasi özellikle panele konusmacı olarak katılanların gözünde olumlu bir iz bıraktı.


Panelde gündeme gelen diğer konular arasında, islam toplumundan gelen homoseksüel insanlarin durumu, Coming-Out sorunları, ailevi meseleleri ve zorluklari yer aldi.


Fatih Aslan ve Bilinc Isparta konuşmalarında, dişlanma sorununu bizzat yaşamak zorunda kaldıklarını ve bu nedenle, her ne sebepten olursa olsun insanlarin dişlanmasına karşı birlikte hareket etmenin gerekliliğine dikkat cektiler.

Fatih Aslan "Herkes degişik, Herkes Eşit" yazılı plakat ile önemli bir noktaya dikkat cekti.

Panele katılanlar, bu tür aciklayici toplantilarin sürmesini, birlikte calişilabilecek partnerlerin bu tür projelere kazanilmasini istediler. Türkiyemspor, bu yolunu sürdürerek "respect-gaymes" gibi projelerin partneri olmaya devam edecektir.

Türkiyemspor Förderverein Başkanı Cetin Özaydin, "Bu kampanyayı bir başari olarak değerlendirebilir miyiz?" sorusuna şöyle yanıt verdi: "Kampanyanin afişlerinin sadece Türkiyemspor´un soyunma kabinelerinde degil, tüm spor kuülplerinde, örnegin Hertha BSC´de de asilması bir başaridir."

Homoseksüellere karşı hakaretlerin, etnik azinliklara karşi olan önyargıların genel toplumsal bir sorun olduğuna dikkat ceken Cetin Özaydin, aile, sosyal cevre, eğitim düzeyi gibi etkenlerin önemini dile getirdi. Kendi sosyal yapılarının eksikliği ile aşağılık duygusu yaşayanların disavurumu olarak ön plana cikan hakaretlere örnek olarak üc hafta önce salon turnuvasında yaşadığımız olayı gösteren Cetin Özaydin, BFC Dynamo taraftarlarının alkışlarla actikları pankartta, rakip takima homoseksüel olarak hakaret ettiklerini belirtti.




Türkiyemspor taraftarı Mehmet, (44), Biz hepimiz Kreuzberg´te yasiyoruz. Kimin Türk, kimin Alman, kimin homoseksüel oldugu hic önemli degil dedi.

3 comments:

Blue Angel said...

Eine spitzen Leistung von Türkiyem.
Hut ab ! Zeigt doch erneut ,daß Türkiyem allen anderen Klubs voraus ist. Türkiyem macht den Unterschied deutlich. Ein lauten Bravon , Türkiyem!

David said...

Gratulation! Türkiyemspor und LSVD haben hier wirklich ein tolles Projekt auf die Beine gestellt.
Die Debatte über "ethnische" Herkunft ist quatsch: Vielmehr sind kulturelle Prägungen, Religion, Patriarchat, extremes Gemeinschaftsdenken und natürlich auch mangelnde Bildung verantwortlich für Homosexuellenfeindlichkeit. Hier muss sich die türkische Community durchaus kritische Fragen stellen. Türkiyemspor hat da eine wichtige Debatte angestoßen!

Blue Angel said...

Türkiyem hat offenbar bei vielen Themen einige Denkanstöße gegeben. Bin auf die weiteren Aktivitäten dieses einmaligen Klubs gespannt...

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